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Die Chinesen . Fotografie und Video aus China
Mit Fotografien von Hai Bo, Hong Hao, Hou Bo, Xu Xiaobing, Liu Zheng, Ou Ning, Cao Fei, Eva Siao, Song Yongping, Wang Jinsong, Wang Quingsong, Weng Fen, Xiang Liqing, Xing Danwen, Yang Fudong, Yang Yong, Yang Zhenzhong, Zheng Dasheng, Zhou Dasheng, Zhou Hongxiang, Zhou Xiaohu, Zhuang Hui,
HC, 29 x 25 cm., o.pp.
Hatje Cantz 2005

"Auf dem internationalen Kunstmarkt rücken die zeitgenössischen Künstler aus dem Reich der Mitte vor. Bereits 1990 hatte China auf der Biennale Venedig einen großen Auftritt; im Anschluss wurden chinesische Gegenwartskünstler bei Ausstellungen im In- und Ausland gefeiert. Dabei spielt die Fotografie eine zunehmend wichtige Rolle: Sie avancierte für die Künstler zu einem Leitmedium, um die sich rasch verändernde gesellschaftliche Wirklichkeit und ihre damit verbundenen Identitätsprobleme darzustellen.
Der reich illustrierte Band eröffnet mit Arbeiten von 21 Fotografen profunde Einblicke in die vitale Fotoszene Chinas. Mit Ausnahme von zwei fotografischen Positionen aus der Mao Zedong Ära konzentriert sie sich auf die Künstlergeneration der heute Dreißig- bis Vierzigjährigen. In sehr unterschiedlichen Darstellungsformen - von der Dokumentarfotografie bis hin zur subjektiv gefärbten »straight photography« - umkreisen die Fotografen ihre aktuellen Lebensbedingungen und damit verbundene Fragen, etwa zum exorbitanten Wachstum der Metropolen oder zum Cultural Clash, dem Zusammenprall von sozialistischer chinesischer Kultur und kapitalistischer Warenwelt. " (Verlagsinfo)
"In den neuen Vierteln der Megastädte Peking und Guanzhou, Shanghai und Shenzhen haben sich Lebensbedingungen und Alltag plötzlich von Grund auf verändert. Die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich, alte Menschen, die vereinsamen, orientierungslose Jugendliche ? wie im Westen ? sind nur einige der Probleme, die im krassen Gegensatz stehen zu den Traditionen, Werten und Strukturen im vorkapitalistischen China. Diesen rasanten Wandel setzen die bei der Ausstellung in Wolfsburg vertretenen Künstler mit Empathie und dokumentarischem Gespür ins Bild: mal als nüchterne Bestandsaufnahme, mal lebensprall, mal still." (Die Zeit 28.10.2004)