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Nicolas Faure
A
HC 30,5 x 24,5 cm.
Steidl 2006
Mit Landschaften A (A wie das Verkehrszeichen der Schweizer Autobahnen) interessiert sich Nicolas Faure für die Gestaltungen der unmittelbaren Autobahnränder. Diese Gestaltungen sollen helfen, die Autobahnen in eine Umwelt zu integrieren, die grundlegend durch sie verändert wurde. Damit erklärt sich die geduldige Kosmetik, die sowohl künstlich als auch utopisch, versucht, allerlei Grünzonen zu schaffen und zu unterhalten, Pflanzen und Büsche zu pflegen, eine Grenze und sogar eine Trennwand zwischen dem No man?s land der Autobahn und der von ihr durchschnittenen Landschaft zu schaffen. Es entsteht eine neue Art gänzlich künstlicher Landschaft, die auf eine Natur hinweist und damit auf eine Identitätsform. Nicolas Faure hat von diesem disparaten Universum ausgehend einen Korpus von Darstellungen geschaffen, die die gestalterische Macht der Schweizer Autobahnen aufzeigt.
Nicolas Faure fand an den Rändern der Autobahnen richtige Kunstgärten, Orte der Utopie und Illusion, die man nur aus der Distanz sehen kann, weil sie dem Blick des Automobilisten aufgrund seiner Geschwindigkeit und dem des Fussgängers, wegen der Unzugänglichkeit, meist verborgen bleiben. Diese Ausgleichszonen bilden die eigentliche Essenz der Landschaften, die sich in unmittelbarer Nähe der Autobahnen befinden. Die Herausforderung der Bilder von Nicolas Faure besteht darin, dass sie es uns ermöglichen, nicht nur anders zu sehen, sondern neue Landschaften zu entdecken, die eine eigene Art von Schönheit enthalten. Diese verweigert sich jeglicher Nostalgie und befindet sich im Zentrum unserer Interessen, auch ökologischer. Seine Bilder offenbaren die beinahe symbolische Verbindung zwischen Mensch und Natur, oder deren Vorstellung davon.
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